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Die SavvySuite ermöglicht voestalpine die Abbildung der unterschiedlichen Anforderungen der einzelnen Konzerngesellschaften in einem einzigen Tool.

Ste­fan Huber — CIO voest­al­pi­ne Group

 

 

Aus­gangs­si­tua­ti­on

Bis­her wur­den Bestel­lun­gen von IT-Pro­duk­ten wie Soft­ware (Win­dows-Ver­sio­nen bzw. Arbeits­platz-Soft­ware) und Hard­ware (Desk­tops, Note­books, Moni­to­re, Mäu­se, etc.) an vie­len voest­al­pi­ne-Stand­or­ten durch unter­schied­li­che, meist manu­el­le Pro­zes­se abgewickelt.

Ziel­set­zung

Ziel war es eine ein­fa­che und schnel­le Bestel­lung von Gerä­ten bzw. Soft­ware und auch deren Instal­la­ti­on, Re-Instal­la­ti­on oder Deinstal­la­ti­on – voll auto­ma­ti­siert – durch die voest­al­pi­ne-Mit­ar­bei­te­rin­nen und Mit­ar­bei­ter selbst zu ermög­li­chen. Bestell­for­mu­la­re und auf­wen­di­ge manu­el­le Abläu­fe sol­len durch kon­zern­weit stan­dar­di­sier­te Work­flows im Por­tal ersetzt wer­den, wodurch es zu wesent­lich ver­ein­fach­ten und schnel­le­ren Bestell­ab­läu­fen im Kon­zern kom­men soll.

Pro­dukt­ent­schei­dung

Im Rah­men eines „Pro­of of Con­cepts“ mit unter­schied­li­chen Anbie­tern fiel die Ent­schei­dung Anfang 2017 auf die „Sav­vy­Sui­te“ der Fir­ma sys­co­very Busi­ness Solu­ti­ons GmbH. Die geplan­te Lösung soll ein zen­tra­les „IT Soft­ware & Desk­top Por­tal“ mit Pro­dukt­über­sicht, Geneh­mi­gungs­pro­zes­sen und anschlie­ßen­der Pro­zess­au­to­ma­ti­sie­rung abbilden.

Rea­li­sie­rung

Mit Febru­ar 2017 star­te­te das voest­al­pi­ne-Pro­jekt­team gemein­sam mit der Sys­co­very mit der Pla­nung der Umset­zung. Eine beson­de­re Her­aus­for­de­rung stell­te die Opti­mie­rung der unter­schied­li­chen Pro­zes­se der 500 Kon­zern­ge­sell­schaf­ten dar. Ein wesent­li­cher Erfolgs­fak­tor stell­te die Fokus­sie­rung auf die Bereit­stel­lung von stan­dar­di­sier­ter IT-Soft­ware und Hard­ware dar. Begin­nend mit Juli 2017 konn­te die Lösung in einer Friend­ly-User Pha­se erprobt wer­den. Dies erfolg­te inner­halb der welt­wei­ten voest­al­pi­ne group-IT-Stand­or­ten (kon­zer­na­ler IT-Ser­vice­dienst­leis­ter). Mit April 2018 star­te­te der Roll­out mit der Frei­schal­tung des Por­tals für die größ­ten Stand­or­te der voest­al­pi­ne. Ab die­sen Zeit­punkt konn­ten Soft­ware­instal­la­tio­nen voll auto­ma­ti­siert und inner­halb 30 Minu­ten welt­weit rea­li­siert werden.

Das neue SavvySuite Release 1.10.6 — der Produktwechsel im Fokus

Das neue Sav­vy­Sui­te Release 1.10.6 ist fer­tig. Dies­mal dreht sich fast alles um den Pro­dukt­wech­sel. Die bis­her aus­schließ­lich in der Clas­sic Web-Anwen­dung  vor­han­de­ne Grund­funk­tio­na­li­tät, wur­de in die neue Web-Anwen­dung über­nom­men und deut­lich erweitert.

Pro­dukt­wech­sel­pro­zess

Ein typi­scher Anwen­dungs­fall für den Pro­dukt­wech­sel­pro­zess ist zum Bei­spiel, wenn eine vor­han­de­ne Aus­rüs­tung ersetzt wer­den soll. Ein Note­book, des­sen Lea­sing­zeit abge­lau­fen ist, soll durch ein neu­es Gerät ersetzt wer­den. Das alte Gerät darf aller­dings erst abge­holt und an die Lea­sing­ge­sell­schaft zurück­ge­ge­ben wer­den, wenn das neue Gerät gelie­fert wur­de und ein­satz­fä­hig ist sowie die instal­lier­te Soft­ware über­nom­men wur­de, damit der Mitarbeiter/in wei­ter­hin arbeits­fä­hig bleibt. Hier sind also drei Geschäfts­pro­zes­se koor­di­niert aus­zu­füh­ren: Neu­be­stel­lung, Zube­hör­trans­fer und Kün­di­gung. Die Funk­tio­na­li­tät steht für Self-Ser­vice und für Key User glei­cher­ma­ßen zur Verfügung.

  • Vor­gän­ger und Nachfolger
    Defi­nie­ren Sie für jeden ein­zel­nen Arti­kel, durch wel­che ande­ren Arti­kel er ersetzt wer­den kann. Die­se Kon­fi­gu­ra­ti­on kann wahl­wei­se in der Admi­nis­tra­ti­ons­an­wen­dung oder in der Dezen­tra­len Kata­loga­d­mi­nis­tra­ti­on stattfinden.
  • Kom­bi­na­ti­on der Geschäftsprozesse
    Wel­che drei Geschäfts­pro­zes­se an einem Pro­dukt­wech­sel betei­ligt sein sol­len, wird in einer soge­nann­ten Pro­dukt­wech­sel­kon­fi­gu­ra­ti­on Es kön­nen belie­big vie­le Pro­dukt­wech­sel­kon­fi­gu­ra­tio­nen erstellt und ver­wen­det wer­den, auch an einer Serviceklasse.
  • Start­zeit­punkt der Prozesse
    Legen Sie fest, ob ein Pro­zess auf einen ande­ren war­ten soll. In unse­rem Bei­spiel: die Abho­lung des Note­books wird erst beauf­tragt, wenn das Nach­fol­ge­ge­rät fer­tig instal­liert ist und über­ge­ben wer­den kann.
  • Über­tra­gung von Zubehör
    Soll das Zube­hör von der bis­he­ri­gen Aus­rüs­tung an den Nach­fol­ge­ar­ti­kel über­tra­gen wer­den? Dann defi­nie­ren Sie auch hier Vor­gän­ger- und Nach­fol­ge­ar­ti­kel. Zube­hör zum Zube­hör wird dabei übri­gens auch ein­fach mit über­tra­gen. Soll­te es Zube­hör geben, das nicht zum neu­en Arti­kel passt, wird es auto­ma­tisch gekün­digt und kann optio­nal durch ein Nach­fol­ge­zu­be­hör ersetzt werden.

Wie funk­tio­niert der Produktwechselprozess

Sie wäh­len den Pro­dukt­wech­sel wie jeden ande­ren Geschäfts­pro­zess aus. Wie gewohnt wer­den Sie von einem Assis­ten­ten durch den Anfor­de­rungs­pro­zess geführt. Zuerst wäh­len Sie den Nach­fol­ge­ar­ti­kel aus. Sie ent­schei­den, ob Zube­hör über­tra­gen wer­den oder nicht über­trag­ba­res Zube­hör durch ein ande­res ersetzt wer­den soll. Nach optio­na­ler Ein­ga­be zusätz­li­cher Daten (Attri­bu­te) wir noch ein­mal geprüft, ob alles zusam­men­passt und der Auf­trag gestar­tet werden.

Für alle Auf­trags­po­si­tio­nen eines Pro­dukt­wech­sels gibt es nur eine gemein­sa­me Geneh­mi­gung, daher kön­nen die Auf­trags­po­si­tio­nen eines Pro­dukt­wech­sels, bei Bedarf ganz user­freund­lich nur alle zusam­men stor­niert wer­den. Sowohl von einer belie­bi­gen Geneh­mi­gungs­po­si­ti­on als auch von einer belie­bi­gen Auf­trags­po­si­ti­on aus kann eine Über­sicht auf­ge­ru­fen wer­den, die alle Bestand­tei­le des Pro­dukt­wech­sel-Auf­trags mit detail­lier­ten Infor­ma­tio­nen enthält.

Die zwei in der Grund­aus­lie­fe­rung ent­hal­te­nen Abnah­me-Work­flows wur­den ent­spre­chend erwei­tert, sodass sie alle Pro­dukt­wech­sel­pro­zes­se kor­rekt abschließen.

       Was der Pro­dukt­wech­sel noch kann:

  • Bund­les
    Bund­les ken­nen wir als eine Men­ge von Arti­keln, die qua­si lebens­lang mit­ein­an­der fest ver­bun­den sind. Alle Geschäfts­pro­zes­se wer­den gemein­sam aus­ge­löst. Dies gilt hier wei­ter­hin für das Aus­lö­sen. Dann ist es aber mög­lich, ein Bund­le mit den Bestand­tei­len a, b und c in ein neu­es Bund­le mit den Bestand­tei­len a, b und x zu wech­seln. Vor­han­de­ne Aus­rüs­tung wird über­nom­men, aus­zu­tau­schen­de Aus­rüs­tung wird gekün­digt und neu bestellt.
  • RM-Berech­ti­gun­gen?
    Der Pro­dukt­wech­sel kann auch für RM-Berech­ti­gungs­ob­jek­te ver­wen­det wer­den. Die zuge­ord­ne­ten Data Owner-Rol­len wer­den dabei unver­än­dert über­nom­men. Die zuge­ord­ne­ten RM-Berech­ti­gun­gen wer­den immer dann über­nom­men, wenn für die Berech­ti­gung ein Pro­dukt­wech­sel-Über­nah­me-Geschäfts­pro­zess defi­niert wurde.
  • Work­flow­kon­fi­gu­ra­tio­nen
    Um Zube­hö­re vom bis­he­ri­gen Parent an eine neue Aus­rüs­tung zu über­tra­gen, gibt es eine neue Work­flow Action namens Acces­so­ry­Trans­fer­Ac­tion. Sie küm­mert sich um die auto­ma­ti­sche Über­nah­me von Attri­but­wer­ten und sorgt auch bei Bund­les für eine rei­bungs­lo­se Übertragung.
    Die schon bekann­te Crea­teE­quip­ment Action wur­de erwei­tert, um die neu­en Anfor­de­run­gen bei der Über­tra­gung von Zube­hör, Bund­le-Bestand­tei­len oder Berech­ti­gun­gen abzudecken.

Gra­fi­sche Dar­stel­lung der Prozesskonfiguration

Die dezen­tra­le Kata­loga­d­mi­nis­tra­ti­on aus dem letz­ten Release wur­de um ein sehr hilf­rei­ches Fea­ture erweitert:

Auf der Arti­kel­de­tail­sei­te, fin­den Sie nun eine zusätz­li­che Schalt­flä­che für die Geschäfts­pro­zess­do­ku­men­ta­ti­on. Im neu­en Dia­log­fens­ter wird nach Aus­wahl des Geschäfts­pro­zes­ses die Kon­fi­gu­ra­ti­on der Pro­zess­schrit­te ange­zeigt. In wel­chem Working Step ein Work­flow, Geneh­mi­gungs­work­flow oder spe­zi­fi­sche Auf­ga­ben­kon­fi­gu­ra­ti­on aus­ge­führt wird, kann durch einen Text zur Detail­be­schrei­bung des Ele­ments ange­zeigt wer­den. Wird ein Pro­zess­schritt (Working Step) aus­ge­wählt, öff­net sich dar­un­ter die über­sicht­li­che Dar­stel­lung der Work­flow­kon­fi­gu­ra­ti­on mit den ein­zel­nen Aktionen.

Erwei­te­rung der WebAPI

Mit dem Release 1.10.4.0 wur­den erst­ma­lig REST-basier­te Web­ser­vices zur Ver­fü­gung gestellt. Bis­her konn­ten über die WebAPI nur Orga­ni­sa­ti­ons­da­ten und zuge­ord­ne­te Attri­bu­te expor­tiert werden.

Mit die­sem Release kom­men zusätz­lich dazu:

  • Per­so­nen­da­ten
    ein­schließ­lich fes­ter und dyna­mi­scher Attri­bu­te sowie Ver­knüp­fun­gen der Per­son zu Organisationseinheiten
  • Aus­rüs­tungs­da­ten
    ein­schließ­lich fes­ter und dyna­mi­scher Attri­bu­te sowie Ver­knüp­fun­gen der Aus­rüs­tung zu Orga­ni­sa­ti­ons­ein­heit, Stand­ort und Leistungsempfänger

Für die Orga­ni­sa­ti­ons­da­ten wur­de das Export­for­mat über­ar­bei­tet, sodass fes­te und dyna­mi­sche Attri­bu­te nun in einem Abruf über­tra­gen werden.

Was haben wir noch ergänzt?

  • Zugriffs­schutz
    Es ist nun mög­lich, im IIS über das Fea­ture URL Aut­ho­riz­a­ti­on eine Zugriffs­be­rech­ti­gung über Win­dows Authen­ti­ca­ti­on und ande­re Pro­vi­der, z. B. Ker­be­ros einzurichten.
  • Log­ging
    Zur Per­for­mance­über­wa­chung oder zur Feh­ler­su­che erfol­gen nun bei allen Auf­ru­fen der Schnitt­stel­le Ein­trä­ge in eine Log-Datei. In der Kon­fi­gu­ra­ti­ons­da­tei kann ein­ge­stellt wer­den, wel­cher Detail­grad geloggt wer­den soll.
  • Sprach­un­ter­stüt­zung
    Beim Auf­ruf der Schnitt­stel­le kann in einem Feld im Hea­der ein Sprach­code ein­ge­ge­ben wer­den, um die Daten der REST Schnitt­stel­le in die­ser Spra­che zurück­zu­ge­ge­ben. Wird kei­ne Spra­che gesetzt, wird die Stan­dard­spra­che ver­wen­det. Wer­den meh­re­re Spra­chen ange­ge­ben, wird die ers­te vor­han­de­ne Spra­che ver­wen­det. Wird kei­ne der ange­ge­be­nen Spra­chen gefun­den, wird ein HTML-Feh­ler zurück­ge­ge­ben, der eine Lis­te der unter­stütz­ten Spra­chen enthält.
  • Lizenz­prü­fung
    Die Ver­wen­dung der WebAPI ist nun nur noch mög­lich, wenn der Sav­vy­Sui­te Lizenz-Ser­vice erreich­bar ist und eine gül­ti­ge Sav­vy­Sui­te Core Modul­li­zenz vor­han­den ist.

Außer­dem bie­tet das Release 1.10.6 noch wei­te­re Neuerungen:

Ab sofort wird der Micro­soft SQL Ser­ver 2014 nicht mehr unter­stützt aller­dings haben wir wie in der letz­ten Pod­cast­fol­ge ange­kün­digt unser Port­fo­lio gleich­zei­tig um die neus­te Ver­si­on erweitert.

Haben Sie Fragen?

Sie haben Fra­gen oder möch­ten sich ger­ne per­sön­lich von den Vor­zü­gen des neu­en the Sav­vy­Sui­te Release 1.10.6 im Rah­men einer Release-Vor­stel­lung über­zeu­gen? Dann ver­ein­ba­ren Sie ein­fach einen Ter­min mit Ihrem sys­co­very-Ansprech­part­ner, Herrn Bas­ti­an Wolf. Der Ter­min lässt sich dann auch per­fekt mit einer Feed­back & Future Ses­si­on ver­bin­den, in der Sie uns Ihre The­men für die zukünf­ti­ge Wei­ter­ent­wick­lung der Sav­vy­Sui­te mit auf den Weg geben kön­nen — viel­leicht gewinnt ja gera­de Ihr Vor­schlag die Abstim­mung beim nächs­ten Kun­den­fo­rum und wird umgesetzt.

Vaillant baut Zusammenarbeit aus — Startschuss für Cloudservices ist gefallen

Nach 13 Jah­ren der ver­trau­ens­vol­len und erfolg­rei­chen Zusam­men­ar­beit wei­ten die Vail­lant Group Busi­ness Ser­vices GmbH und die sys­co­very Busi­ness Solu­ti­ons GmbH ihre Bezie­hun­gen aus.

Die Stan­dard­soft­ware Sav­vy­Sui­te der sys­co­very Busi­ness Solu­ti­ons GmbH, wird bei Vail­lant als IT-Ser­vice-Kata­log mit Self-Ser­vice Por­tal, Auto­ma­ti­sie­rungs- sowie inter­nes Abrech­nungs- und Ver­rech­nungs­tool ein­ge­setzt. Neben Endu­ser-basier­ten IT-Ser­vices wer­den auch alle Infra­struk­tur­ser­vices wie Netz­werk­kom­po­nen­ten und Ser­ver aus­schließ­lich über die Sav­vy­Sui­te ver­wal­tet. Dabei ist „ver­wal­tet“ wört­lich zu neh­men: denn ein­mal bestellt wer­den auch Ände­run­gen wie bei­spiels­wei­se Umzü­ge, Kos­ten­stel­len­wech­sel, Erwei­te­run­gen und Kün­di­gun­gen ange­for­dert. So sind alle Bestän­de immer auf dem aktu­el­len Stand.

Die Trans­pa­renz für alle Betei­lig­ten über die gül­ti­gen Bestän­de bil­det die Basis für eine rei­bungs­lo­se inner­be­trieb­li­che Leis­tungs­ver­rech­nung und die effi­zi­en­te Steue­rung und Rech­nungs­kon­trol­le der exter­nen Serviceprovider.

Trotz welt­wei­ter Coro­na­kri­se im Früh­jahr 2020 konn­te das Pro­jekt zur Ein­füh­rung der „Sav­vy­Sui­te­Cloud“ inner­halb von zwei Mona­ten abge­schlos­sen wer­den. Die sys­co­very Busi­ness Solu­ti­ons GmbH stellt dabei die Sav­vy­Sui­te als Cloud­lö­sung der Vail­lant Group Busi­ness Ser­vices GmbH zur Verfügung.

Die Vaillant Success Story als PDF

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